Der englische Reclam und „The Unit Library”

In seinem Aufsatz „Der Verlag Philipp Reclam jun.“, der 1940 im „Leipziger Jahrbuch“ erschien, schrieb Ernst Saegenschnitter:

„Selbst fremde Nationen haben […] der Universal-Bibliothek ihre Anerkennung gezollt und aufrichtig bedauert, daß ihrem Volke nicht eine Sammlung von gleichen Werten geboten wird. So schrieb Elisée Reclus: ‚Wie oft haben wir Franzosen bedauert, daß wir nichts haben, was der Universal-Bibliothek an die Seite gestellt werden kann.‘ Über die Nachahmung in England schrieb Howard Wilford Bell an Reclam: ‚Separat schicke ich Ihnen einen Prospekt über unser Unit-Library-Unternehmen, mit dem wir englischen Lesern den gleichen Dienst zu leisten beabsichtigen, wie Sie ihn Ihren Landsleuten schon viele Jahre hindurch gewährt haben. Wir betrachten Sie als den Pionier auf diesem Gebiete – und es dürfte Sie daher wohl interessieren, zu erfahren, daß der Verleger der Unit Library auch der ‚Englische Reclam’ genannt wird.‘“ (in: Leipziger Jahrbuch 1940, hrsg. v. Georg Merseburger, Leipzig: Otto Beyer, 1940, S. 165-172, Zitat: S. 167).

1902 erschien als No. 6 und als erstes Werk eines nichtenglischsprachigen Autors innerhalb der Reihe Goethes „Faustus. A dramatic mystery“, übersetzt von John Anster. Im Anhang des Buches heißt es über die Unit Library unter anderem, dass es sich um eine Sammlung originaler und ausgewählter Veröffentlichungen in den verschiedenen Abteilungen der Literatur, der Wissenschaft und der Künste handelt, und es wird eine Auflistung der ersten hundert Bände beigefügt. No. 1 der Reihe war, ebenfalls im Jahr 1902, „Der Pfarrer von Wakefield“ des irischen Autors Oliver Goldsmith.

 





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